Naturnaher Garten Lohausen - Der Giersch

Ich wurde von erstaunten Kleingärtnern gefragt, wie ich denn so etwas hinbekommen habe. In anderen Kleingärten gibt es dafür massiven Ärger bis hin zur Kündigung. Siehe mein erster Post in diesem Blog. Es war eben nur möglich, weil wir in unserem Gartenverein in den letzten 16 Jahren sehr tolerante Vorstände hatten. 
Aber ganz so einfach war es dann doch nicht. Ich es gab schon Schwierigkeiten. So hatte ich den Giersch entdeckt und als Biologe ganz klar als Heil- und Küchenpflanze eingeordnet. Das sahen meine damaligen Nachbarn und der damalige Gartenvorstand jedoch anders und ich musste nach mehreren Diskussionen mehrere Kubikmeter Erdreich abtragen, weil der Giersch zu den Nachbarn überzutreten drohte. Der Giersch ist immer noch da an einigen Stellen, an anderen ist er verschwunden. Auch der Giersch lebt nicht ewig und andere Pflanzen können ihn durchaus verdrängen. Mittlerweile habe ich andere Gartennachbarn, die den Giersch auch bei sich haben wachsen lassen. Andere Kleingärtner vernichten ihn total, was ich durchaus verstehen kann, denn der Bursche ist schon nicht ohne ;-) 
Um die Ausbreitung des Giersches zu verhindern, pflücke ich jedes Jahr alle Blütenstände ab, bevor die Samen reif sind. Das hatte ich dem damaligen Vorstand versprochen und halte mich noch heute daran.

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