Naturnaher Garten versus Naturgarten

"Naturgarten" ist eigentlich ein Widerspruch in sich, denn die Natur ist sich selbst überlassen und der Garten wird bewirtschaftet / betreut. "Naturnaher Garten" wäre deshalb der korrektere Ausdruck, den ich von nun an auch verwenden werde. Damit möchte ich mich auch von denen abgrenzen, die meinen zu wissen, was einen "Naturgarten" ausmacht und was nicht (in der Diskussion stehen zum Beispiel der Bambus und ob nur heimische Pflanzen gehalten werden dürfen).
Es gibt nur die Natur, sie ist nicht teilbar. Genauso wie in der Gesellschaft auch versucht werden muss einen möglichst hohen Grad an Integration zu schaffen, kann das auch in einem Garten praktiziert werden, wenn einheimische Pflanzen neben eingeführten Pflanzen wachsen dürfen. Immerhin ist es ein Garten und eben nicht unberührte, wilde Natur. Und so hält der naturnahe Gärtner seine ordnende und schützende Hand über seine Pflanzen und schafft eine einzigartige Komposition, die irgendwann der Vergänglichkeit übergeben wird.

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