Prinzipien der Gestaltung eines naturnahen Gartens

Ich bin nach den folgenden Prinzipien vorgegangen:

1. Alle lichte Stelle müssen bewachsen sein
Als ich den Garten im Mai 2001 übernahm, hatte er viele lichte Stellen, die ständig von Unkräutern (Disteln und Co.) befreit werden mussten. Das ständige Bodenumgraben versauert den Boden und dieser wiederum zieht die Disteln und andere Sauer-Spezialisten magisch an. Diesen Teufelskreis durchbricht man nur, wenn man erstmal für eine durchgehende Bepflanzung sorgt (hatten erstmal der Giersch und andere, natürliche Bodendecker übernommen, teilweise nun höherer Bewuchs)
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2. Den Boden in Ruhe lassen
Von einem der ersten Bioland-Bauern in Deutschland haben wir in einer Hofführung im Windrather Tal bei Velbert-Neviges gelernt, dass der Boden eine natürliche Schichtung hat, die den Boden neben den ganzen Zersetzungsprozessen eben auch schützt. Durch das ständige Umgraben wird - einfach gesprochen - das Immunsystem des Bodens zerstört und er wird anfällig für Krankheiten. Das habe ich als Ermahnung mitgenommen und seitdem grabe ich im Boden nur, wenn ich etwas Neues pflanze. Da jedoch seit Jahren nicht Neues mehr gepflanzt habe, blieb der Boden ruhig.

3. Die Natur aussähen lassen.
Das sorgte schon für schöne Überraschungen. So bekam ich vor Jahren Baldrian (von der Natur) geschenkt. Der Dost hat sich auf mehrere Stellen ausgebreitet. Er ist eine reichhaltige Nahrungsquelle für Insekten! Ebenso die kanadische Goldrute und eine andere Goldrutenart.

Weitere Prinzipien folgen....
4. Ruhezonen für Kleinstsäuger und Insektenfresser
5. Glycinie und Efeu als Nistangebote
6. Schneiden und Zupfen
7. Licht- und Schatten

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